Bei PST ganz vorne dabei: Advanced Pinhole Clinician


Nur 30 Ärzte weltweit können sich mit der Auszeichnung Advanced Pinhole Clinician schmücken. Einer davon ist Christian Bärenklau aus München. Gemeinsam mit zwei weiteren europäischen Kollegen nahm der Zahnmediziner am ganz neu konzipierten Pinholesurgicaltechnique (PST)-Fortgeschrittenenkurs teil – und zwar beim Erfinder der Methode selbst, Dr. John Chao aus Los Angeles. Keine Frage, dass sich bei dem zweitägigen Workshop in den USA nur die Elite der Pinholesurgicaltechnique-Anwender einfand. Denn teilnehmen durfte nur, wer in seiner Karriere bisher mindestens bzw. mehr als 50 „Zahnfleischlifting“-Fälle erfolgreich absolviert hat.„Eine fantastische Erfahrung“, sagt PST-Pionier Christian Bärenklau über den zweitägigen Workshop, der im Mai stattfand – auch wenn die jeweils über zwölfstündigen komprimierten Sitzungen „für alle Teilnehmer Knochenarbeit“ bedeuteten, wie der Münchner berichtet.

Es war ein buntes Völkchen aus aller Welt, das sich bei Dr. John Chao eingefunden hatte – die Teilnehmer reisten, um nur einige Beispiele zu nennen, aus Australien, der Mongolei oder Taiwan an. Weltweit sind, Stand Juni 2018, rund 3000 Zahnärzte für die Pinholesurgicaltechnique-Anwendung nach Dr. John Chao zertifiziert. Die ersten 30, also genau ein Prozent, gehören nun zur Elite der Fortgeschrittenen Anwender.

Theorie und Praxis des Zahnfleischlifting

Worum geht es bei einer solchen Fortbildungsveranstaltung? Bärenklau: „Die Pinholesurgicaltechnique ist eine Anwendung, die sich ständig weiterentwickelt beziehungsweise neue Erfahrungen generiert.“ Neue Erfahrungen – das heißt konkret: neue Problemstellungen, wie etwa ein Zahnfleischlifting nach der Korrektur von Zahnfehlstellungen oder die Anwendung der PST bei weit fortgeschrittenem Zahnfleischverlust. Beim On-The-Job-Training ging es darum, am Probanden einen oberen und unteren Zahnbogen jeweils komplett zu vervollständigen. Die Jury bestand aus den jeweiligen Kollegen, „jeder durfte die Arbeit des anderen kritisch unter die Lupe nehmen und beurteilen“, so Bärenklau. Zudem präsentierten bzw. besprachen alle Teilnehmer Fälle aus dem eigenen Portfolio, bei denen die Anwendung erfolgreich verlaufen war bzw. es nach einem „Zahnfleischlifting“ mit der Pinholesurgicaltechnique zu Komplikationen kam. Kurz gesagt: es ging stark vertiefend um Theorie und Praxis des „Zahnfleischliftings“ nach der Pinholesurgicaltechnique von Dr. Chao.

PST und Praxismanagement

Mit dabei war auch Christina Bärenklau, im Team zuständig für das Praxis- und Patientenmanagement. Auch sie nahm eine Menge neues Wissen mit aus den USA, denn schließlich „ist eine PST-Behandlung immer eine sehr individuelle Angelegenheit, die nicht nur vom Zahnstatus eines Patienten abhängig ist, sondern beispielsweise auch in dessen alltägliche Lebensweise eingreift.“ Zahnputztechnik ist eines der Stichworte, das sie anführt – nach einem Zahnfleischlifting sind einige Sorgfaltsregeln zu beachten. Daneben geht es um Themen wie Kosten-Abwicklung – eine Pinholesurgicaltechnique-Anwendung wird nicht von der Kasse bezuschusst – oder aber Terminmanagement und Marketingfragen. Die PST ist „ein gänzlich neuer, innovativer Ansatz zur Zahnfleischverjüngung, der der breiten Masse in seinen Möglichkeiten noch nicht bekannt ist,“ sagt Christina Bärenklau – und so gelte es, Wissen weiter zu tragen und skeptische Bedenken gegen die seit vielen Jahren erprobte, patentierte und vielfach erfolgreiche Methode auszuräumen.

Pioniere auf dem Gebiet der Pinholesurgicaltechnique

Als einer der ersten Zahnärzte weltweit erfuhr Christian Bärenklau von dem ganz neu konzipierten Seminar – und nutzte die „Riesenchance zur vertiefenden Expertise sofort.“ Bärenklau steht, als vielfacher Anwender und Pionier auf dem Gebiet der PST, in ständigem Kontakt mit Dr. John Chao. Der Erfinder der PST hatte ihn bereits als Gastredner nach Los Angeles eingeladen (wir berichteten). Der Advanced Workshop entfachte einmal mehr das Feuer für die PST in dem Zahnmediziner. „Die PST ist einfach eine tolle Methode, um dem Patienten vergleichsweise schnell, vergleichsweise schmerzreduziert und effizient bei einem kardinalen Problem der Zahnmedizin nachhaltig zu helfen.“