Ceramic Reconstruction

CEREC München erspart Zeit, Geld und den lästigen Zahnabdruck, ist zudem millimetergenau und generiert Produkte, mindestens so langlebig wie beispielsweise Goldinlays. Die Rede ist von der Ceramic Reconstruction, abgekürzt CEREC. Vereinfacht geht es bei dieser bereits seit den 1980-er Jahren erfolgreich angewendeten Technologie darum, Kronen oder Inlays so präzise aus einem Vollkeramikblock herauszuschleifen, dass nur ein einziger Termin für das „Maßnehmen“ und vor allem auch für das Einsetzen des Inlays genügt. Die Arbeitsweise des CEREC ist dabei denkbar einfach: eine Scannereinheit fertigt im Mund geräusch- und schmerzlos jenen optischen „Zahnabdruck“, der früher mühsam mit Abdrucklöffeln und Abdruckmasse hergestellt werden musste. Das dabei verwendete kurzwellige Blaulicht ermöglicht die Erfassung auch kleinster Details. Ergebnis ist eine dreidimensionale Darstellung des Zahnprofils am Computer. Mit ihrer Hilfe ist ein sogenanntes Computer Aided Manufacturing (CAM) möglich, also eine reine Anfertigung am Computer, bei der auch Berechnungen wie z.B. entsprechender Auf- bzw. Gegenbiss mit einfließen. Computergesteuerte Fräsmaschinen fertigen anschließend aus Fertigblöcken auf materialsparende Weise perfekt sitzende Inlays oder Kronen.

Geschichte des CEREC

Den beiden Forschern Werner H. Mörmann und Dr. Marco Brandestini von der Universität Zürich ist es zu verdanken, dass CEREC 1980 ins Leben gerufen wurde und 1985 erstmals Marktreife erlangte. Früh erkannte der Siemens-Konzern die Möglichkeiten der digitalen Keramik-Rekonstruktion und erwarb nur zwei Jahre nach der ersten Behandlung eines Patienten die Lizenz zur Vermarktung und Weiterentwicklung. Trotz des Verkaufs der Siemens-Dentalsparte im Jahr 1997 blieb die Entwicklung des CEREC nicht stehen. Marktführer ist die Firma Sirona. Sie brachte mit der CEREC Omnicam 2012 ein Produkt auf den Markt, das nicht nur präzise 3-dimensionale Aufnahme in natürlichen Farben liefert. Sie ermöglicht zudem ein Scannen des Zahns ohne Verwendung von Puder. Selbstverständlich können mittlerweile auch mehrere Keramik-Restaurationen in einem einigen Arbeitsschritt erledigt werden. Studien zufolge übertrifft die Lebensdauer von CEREC-gefertigen Inlays mittlerweile diejenige individuell hergestellter laborgefertigter Keramikanfertigungen bei weitem.