Neue Technik gegen Zahnfleischschwund

Was der kalifornische Zahnarzt Dr. John Chao in seiner Praxis in Los Angeles vor über 15 Jahren zu entwickeln begann, das sollte die Zahnmedizin in einem ganz wesentlichen Segment erheblich bereichern: die sogenannte Pinhole Surgical Technique (PST), auf Deutsch übersetzt die Nadelöhrtechnik. Sie ermöglicht eine weitgehend schmerzfreie, rasche und hochwirksame Behandlung eines weit verbreiteten Problems: Zahnfleischschwund bzw. Zahnfleischrückgang, der altersbedingt, durch eine Parodontose oder falsche Zahnputztechnik entstanden ist. Bekannt wird die Technik über die USA hinaus, seit das renommierte International Journal of Periodontics and Restorative Dentistry, sich der Thematik im Jahr 2012 im Rahmen einer Langzeitstudie an 16 männlichen und 27 weiblichen Patienten ausführlich annahm (Ausgabe No. 32, S. 521-531).

Pinhole Surgical Technique: offizieller Anwender

Zahnarzt Christian Bärenklau darf die Bezeichnung „Offizieller Anwender der Pinhole Surgical Technique nach Dr. John Chao“ führen, da er sich erfolgreich in Los Angeles zur Anwendung dieses patentierten Verfahren ausbilden ließ. Er bietet die PST-Behandlung all jenen Patienten an, für die Zahnfleischrückgang nicht nur wegen unschöner freiliegender Zahnhälse ein ästhetisches Problem ist. Zahnfleischrückgang kann auch zahnmedizinisch erhebliche Folgen haben – neben Empfindlichkeit der Zahnhälse z.B. auf Temperatur führt er auch, wenn er nicht gestoppt wird, zum Knochenabbau. Dies kann dann den Zahnhalteapparat schwächen und schlussendlich zur Lockerung der Zähne und, wenn man das Problem nicht behandelt, zum Zahnausfall führen. Gleich vorweg sei gesagt, dass eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung der PST ein komplett gesundes Gebiss ist – eine eventuelle Parodontose muss z.B. zuvor vollständig ausgeheilt bzw. behandelt sein. Und auch eine fehlerhafte Zahnputztechnik darf nicht mehr zur Anwendung kommen.

Zahnfleischlifting: einst eine Tortur

Bis dato war „Zahnfleischlifting“ eine sehr schmerzhafte, aufwändige und durchaus riskante Angelegenheit. In mehreren Schritten musste beispielsweise Zahnfleisch aufgeklappt oder verschoben und mit Nähten fixiert werden. Eine andere Methode beruhte auf der Entnahme von Bindegewebe aus dem Gaumenbereich und einer Transplantation dessen- pro Schritt konnten nur maximal drei Zähne behandelt werden. Allen bisherigen Behandlungen gemein war, dass sie schmerzhaft und langwierig waren.

Zahnfleischlifting mit PST: schnell und schmerzarm

Die Pinhole Surgical Technique ist eine minimalinvasive Methode, mit der ein ganzer oder auch beide Kiefer innerhalb einer einzigen Sitzung behandelt werden kann. Dass sie sowohl medizinisch als auch ästhetisch effektiv ist, ist der o.a. Ausgabe des renommierten International Journal of Periodontics and Restorative Dentistry (S. 524 ff) zu entnehmen: Von den 43 im Rahmen der Langzeitstudie von Dr. John Chao aufgrund von Zahnfleischrückgang behandelten Patienten zeigten sich 94 Prozent nicht nur aus ästhetischen Gründen mit dem Ergebnis voll zufrieden. Mehr als die Hälfte der Patienten (38) waren sofort nach der Behandlung nahezu völlig schmerzfrei; nur zwei Patienten klagten kurzzeitig über Beschwerden, nur drei Patienten verspürten kurzzeitig stärkere Beschwerden nach der Behandlung. Nach spätestens eineinhalb Tagen gaben alle befragten Patienten an, keine Schmerzen mehr zu haben. Dito gab es so gut wie keine Beschwerden über Schwellungen nach der Behandlung mit der Pinhole Surgical Technique: nur zwei von den insgesamt 43 Patienten konnten leichte bis mäßige Schwellungen feststellen. Als hervorragend bezeichnen Experten auch, dass es in der Studie gelang, eine durchschnittliche und dauerhafte Zahnwurzelabdeckung von weit mehr als 81 Prozent zu erzielen – vor allem in Fällen, in denen das Zahnfleisch bereits weit zurückgegangen war ist dies durchaus eine Meisterleistung.

PST: So läuft sie ab

Die Pinhole Surgical Technique bzw. Schlüssellochtechnik läuft tatsächlich über einen minimalen Zugang ab. Zunächst wird das zu behandelnde Gebiet örtlich betäubt. Danach wird ein kleines Zugangsloch („pinhole“) geschaffen. Nun wird das Zahnfleisch mit einem besagten speziell von Dr. Chao entwickelten Instrument gelockert und in die neue Position gehoben. Mit speziellen Kollagenmembranen, die durch das Loch eingeführt werden, wird das Zahnfleisch dann in der neuen Position fixiert. Da sämtliche Instrumente und natürlich die Technik eine Entwicklung von Dr. John Chao sind, liegt es auf der Hand, dass jeder Anwender dieses patentierte Verfahren vor Ort, also bei Dr. Chao in Los Angeles, erlernen muss um erfolgreich zu operieren. Zahnarzt Christian Bärenklau war unter den allerersten zertifizierten Anwendern in Deutschland und in Europa – und freut sich darauf, Sie umfassend und kompetent zu allen Fragen rund um das „Zahnfleischlifting“ zu beraten.